10 Lerntipps für Prüfungen: Bachelor, Master & Co richtig angehen!

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Lerntipps gibt es wie Sand am Meer. Die einen schlagen altbewährte Methoden wie das wiederholte Aufschreiben des Lernstoffs zum auswendig lernen vor. Andere machen daraus eine regelrechte Wissenschaft und verweisen bspw. auf Apps als Helfer für effektives Lernen. Und dann gibt es noch diejenigen, die tatsächlich den Hefter unterm Kissen als geeigneten Lerntrick sehen. 

Doch diese Fülle an Tipps für ein effektives Lernen sorgen häufig nur für eins: Verwirrung. Aber wie lerne ich am besten für eine Abschlussprüfung? Ich möchte diesen Blogpost dazu nutzen, euch von meinen Erfahrungen zu berichten. Wie ich eine Klausurvorbereitung angegangen bin, mich zum Lernen motivieren konnte und welche Tipps zum Lernen mir auch noch heute helfen. 

Sollte euch das alles zu viel Text sein, könnt ihr auch einfach zu meinen 10 Lerntipps für Prüfungserfolge weiter unten scrollen. 😉

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Berufsbegleitendes Fernstudium – plötzlich wieder für Abschlussprüfungen lernen

Vor 2,5 Jahren begann ich mein berufsbegleitendes Fernstudium am RheinAhrCampus in Remagen. Damals endete auch der inzwischen gewohnte Ablauf einer Arbeitswoche – Vorbereitungen zur Prüfung oder für einen Vortrag spielten wieder eine Rolle. Und dann kam die Masterthesis, die ich Ende Februar 2017 abgeben musste. Schon unglaublich, wie schnell die Zeit verging. Eben hatte ich noch einen Blogpost veröffentlicht, in dem ich euch über mein Abenteuer Fernstudium informieren wollte, und schon stand dieses vor dem Ende. Damals dachte ich noch, die Masterarbeit sei in weiter Ferne, aber schneller als gedacht waren die 2,5 Jahre vergangen. Ich hatte diverse Klausuren geschrieben, mündliche Präsentationen gehalten und dann war sie da: die Masterthesis

Auch wenn ich schon ein Bachelorstudium gemacht und somit natürlich eine Bachelorarbeit geschrieben hatte, war diese Masterarbeit für mich etwas Neues. Schließlich war mein Grundstudium damals schon 5 Jahre her – und die Ansprüche wuchsen natürlich auch im Masterstudium. Außerdem war ich nun leider keine Vollzeitstudentin mehr, sondern studierte neben dem Beruf. Das hieß auch, dass ich meine Masterthesis vor allem abends und an den Wochenenden schreiben musste. An eine gute Work-Life-Balance war kaum zu denken. Damals kam es daher auch mehr als ein Mal vor, dass ich keine Motivation zum Lernen hatte. Und doch habe ich es mit den richtigen Lerntipps geschafft, mein Masterstudium erfolgreich abzuschließen.

Motivation zum Lernen – wie habe ich das neben dem Job geschafft?

Die richtige Motivation zum Lernen ist das A und O, gerade, wenn man nebenbei in Vollzeit arbeitet. Wie ich mich selbst immer wieder zum Lernen motivieren konnte, was mir bei meiner Klausurvorbereitung geholfen hat und weitere Tipps für konzentriertes Lernen möchte ich heute gerne mit euch teilen. Denn eines ist sicher: Jeder war schon mal nervös wegen einer Prüfung – egal, ob Bachelorarbeit, Abschlussprüfung oder Klassenarbeit. Ich hoffe, meine Tipps für effektives Lernen helfen euch und sind eine gute Vorbereitung zur Prüfung! Übrigens hat auch Clara von Fashionvernissage ihre besten Tipps zum Lernen für euch zusammengefasst – schaut doch mal bei ihr vorbei! 😊

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Motivation vor Prüfungen – meine 5 Methoden

Diese 5 Lerntipps und Motivationstricks haben für mich besonders gut geklappt, während ich für Abschlussprüfungen lernen oder mich zum Masterarbeit schreiben motivieren musste:

Lerntipp Nummer 1: Schreibt drauf los

Beim Schreiben einer Hausarbeit oder Bachelor-/Masterthesis weiß man häufig nicht, wo man anfangen soll. Gerade der Anfang ist oft der schwerste Schritt. Damit ich diesen nicht immer herauszögere (da bin ich super drin!) nehme ich mir stets vor, erst einmal alles hinzuschreiben, was mir zu dem Thema einfällt. Das Tolle ist, dass man im Verlauf des Schreibens immer wieder auf diese Anfangssätze zurückkommt. Der Anfang ist gemacht!

Lerntipp Nummer 2: Wechsle den Ort

Geht mal raus: Ändert die Perspektive, setzt euch nicht an den Schreibtisch, sondern besucht ein Café oder die Bibliothek. Manchmal gerate ich regelrecht in einen Lernkoller. Dann hilft es mir, meine gewohnte Umgebung zu verlassen und die damit verbundenen Emotionen zurückzulassen. Wenn ich dann in einem Café den Laptop aufklappe und mir einen großen Milchkaffee bestelle, fördert das häufig schon meine Motivation zum Lernen und ich kann mich neu sammeln.

Lerntipp Nummer 3: Schritt für Schritt zum Erfolg

Kennt ihr diesen Spruch: „Wie isst man einen Elefanten?” – “Stück für Stück”. Soll heißen: Auch wenn die Aufgabe erst mal unüberwindbar scheint, ist sie machbar, wenn man nur alles Schritt für Schritt macht. Konkret heißt das: Ich denke noch gar nicht an mein Fazit oder die vielen Zwischenschritte die zum Ende meiner Thesis führen. Für mich existiert nur das erste Kapitel. Und das hat wiederum Unterkapitel. Bis zum Tag X nehme ich mir also vor Kapitel 1 fertig zu schreiben. Wenn das geschafft ist, kommt das nächste Stück usw. Richtiges Zeitmanagement erlernen kann euch dabei eine Menge Arbeit sparen. Mir hat damals der „Day Designer” von Whitney English sehr geholfen, aber ihr könnt euch auch einen anderen Planner zulegen.

Lerntipp Nummer 4: Nimm deine Arbeit ernst

Wir alle wissen, wie ätzend die Lernerei sein kann – das ewige Hausarbeiten schreiben, keine Motivation für die Prüfung usw. Trotzdem: Alle Prüfungen sind ein Teil deines Studiums (deiner Ausbildung, Schulbildung etc.) und da musst du nun mal durch. So wie andere jeden Tag zur Arbeit gehen, musst auch du deine tägliche Dosis an Lernstoff schaffen. Setze dir jeden Tag ein Zeitfenster, in welchem du dich z. B. mit der Klausurvorbereitung wirklich – ohne Ablenkung (Handy aus, Internet nur für Recherche nutzen) – beschäftigst. Bei mir sah das dann ungefähr so aus: 19:00 – 22:00 Uhr: Masterthesis schreiben. Jede Stunde machte ich 5-10 Minuten Pause und beschäftigte mich mit etwas Angenehmen.  

Lerntipp Nummer 5: Ziel definieren

Am Anfang meiner Masterarbeit hatte ich mir ein persönliches Ziel gesteckt, das gar nichts mit der Arbeit oder meinem Studium zu tun hatte. Einfach ein Wunsch, den ich mir selbst zum Studienabschluss erfüllen wollte. Dieses Ziel zu erreichen, motivierte mich persönlich ungemein und half mir, mich auch an schlechten Tagen an den Schreibtisch zu setzen um meinem Wunsch näher zu kommen.

Um täglich einen Fokus auf eure Ziele zu haben und motiviert zu bleiben, kann ich euch das Journaling sehr empfehlen. Alles was ihr dazu braucht ist ein schönes Notizbuch. Ein selbst zusammengestelltes Vision Board visualisiert zusätzlich die eigenen Ziele und eignet sich dazu noch als schöne Dekoration eurer Wohnung. Ihr könnt euer DIY-Vision Board ganz einfach mit einem Bilderrahmen oder einem Wandgitter zusammenstellen.

Schönes-Home-Office-zum-lernen

Wie motiviere ich mich zum Lernen und andere Fragen zur Selbstmotivation

Einige Fragen stellte ich mir damals immer wieder, ganz egal, ob es um das Schreiben der Masterthesis oder die Motivation für eine Prüfung ging. Wahrscheinlich kommen euch diese Fragen auch bekannt vor, weshalb ich hier meine 5 Fragen zum effektiven Lernen beantworte:

Wie lernt man am besten? 10 Lerntipps zur Prüfungsvorbereitung

Wie ihr oben schon gelesen habt, funktionieren für mich einige Methoden besonders gut zum schnell lernen und motivieren. Doch diese Tricks klappen eventuell nicht bei jedem. Daher erhaltet ihr hier zusätzliche 10 Lerntipps zur Prüfungsvorbereitung, die wirklich jeder befolgen sollte:

  1. Die perfekte Tageszeit zum Lernen finden
  2. Arbeitsplatz aufgeräumt halten
  3. Ablenkungen verhindern
  4. Jede Idee notieren
  5. Feste Pausen und Ruhezeiten einplanen 
  6. Nicht zu schwer essen
  7. Interesse am Lernstoff zeigen
  8. Eine persönliche Lernmethode finden
  9. Selbst belohnen
  10. Das Ziel nicht aus den Augen verlieren

Wann ist es am besten zu lernen?

Laut wissenschaftlicher Studien besteht zwischen 9 und 11 Uhr morgens sowie 16 und 18 Uhr abends die Hochphase der Konzentration für das Gehirn. Doch auch sogenannte Randstunden, also frühmorgens oder spätabends, eignen sich gut zum Lernen, da das Gehirn dann meist keinen Unruhefaktoren ausgesetzt ist. 

Für mich macht besonders der Start in den Tag eine Menge aus. Befolgt diese 5 Tipps für einen besseren Start in den Tag und steigert eure Produktivität schon am Morgen! 

Was fördert die Konzentration beim Lernen?

Ein ruhiger und aufgeräumter Arbeitsplatz fördert die Produktivität besonders. Arbeitet am besten an einem Schreibtisch, der den Bereich für die Arbeit klar vom Bereich des Wohnens abgrenzt. Auch die Ernährung solltet ihr nicht vernachlässigen. Trinkt viel und ernährt euch vitaminreich. Aber esst während eurer Lerneinheiten nicht zu viel, da dies häufig müde macht und die Motivation zum Lernen senkt.

Wie kann man schnell lernen?

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Das ist bei jeder Person unterschiedlich. Daher würde ich sagen, dass es nicht den EINEN Trick zum schnell und effizient lernen gibt. Für einige hilft es, den Lernstoff mehrmals laut durchzugehen. Andere schreiben sich diesen lieber auf. Ich z. B. bin ein echter Fan von Karteikarten. Für einige funktioniert das Auswendiglernen im Schlaf am besten, da sie dann das am Vortag Gelernte unbewusst festigen. Wichtig ist allerdings eines: Nicht zu spät mit dem Lernen beginnen!
Mein Buchtipp: Schnelles Denken, Langsames Denken von Daniel Kahnemann. Ein echter Klassiker, der nicht fehlen darf, wenn du mehr zum Thema Schnell lernen erfahren willst.

Jetzt seid ihr dran! Habt ihr einige von meinen Lerntipps selber schon angewandt? Welche Tipps zur Prüfungsvorbereitung oder beim Bachelor-/Masterarbeit schreiben wendet ihr an? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar! 😊

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11 Kommentare

  1. Stephi
    Januar 11, 2017 / 16:34

    Dein Artikel kommt mir genau richtig, ich stecke gerade auch mitten in meiner Bachelorarbeit und die Motivation lässt sich an manchen Tagen leider eher nicht blicken. Mit tut auch vor allem ein Ortswechsel richtig gut. Ich habe einfach festgestellt, dass ich von zuhause aus absolut nicht produktiv arbeiten kann.

    Dir wünsche ich natürlich auch noch viel Erfolg!

    Liebe Grüße
    Stephi von

    • Rabea
      Autor
      Januar 12, 2017 / 14:05

      Ohje – da wünsche ich DIR aber auch viel Erfolg 🙂 Mir hilft es auch total mich einfach mal woanders hinzusetzen 🙂

  2. Januar 11, 2017 / 20:08

    Besonders der Ortswechsel ist für mich besonders wichtig! Im Wintersemester sind die Möglichkeiten da ehr mau 🙁

    Liebe Grüsse

    • Rabea
      Autor
      Januar 12, 2017 / 14:08

      Ja das stimmt – aber die Bib hat ja eigentlich immer auf. Und so ein gemütliches Café hat auch irgendwie Charme, findest du nicht?

      Liebe Grüße
      Rabea

    • Rabea
      Autor
      Januar 12, 2017 / 14:08

      Dankeschön 🙂 Das ist wirklich nett von dir. Freut mich, dass dir der Beitrag gefällt.

      LG Rabea

  3. Januar 12, 2017 / 08:24

    Das sind wirklich SUPER Tipps, die ich mir auch direkt abgespeichert habe! Denn für mich heißt es schließlich auch, ran an den Bachelor! 😉 Außerdem hast du mal wieder traumhafte Fotos gemacht… musste einfach mal gesagt werden! Ich finde ein Fernstudium ist eigentlich eine ziemlich coole Sache…und überlege auch noch den Master dort eventuell zu machen! Eine schwierige Entscheidung!

    LG
    Clara

    • Rabea
      Autor
      Januar 12, 2017 / 14:07

      Oh wie lieb deine Worte sind! xx

      Dir natürlich auch weiterhin ganz viel Erfolg beim Schreiben 🙂 So ein Fernstudium ist schon nicht ohne, aber machbar 🙂 Kann dir gerne noch ein paar Tipps geben, wenn du magst.

      LG Rabea

  4. Januar 12, 2017 / 22:07

    Ich finde deinen Beitrag total toll und super hilfreich.
    Das mit dem Ortswechsel hat bei mir auch immer bestens funktioniert.
    Ich wünsche dir viel Erfolg! 🙂
    Liebste Grüße Tamara
    http://www.fashionladyloves.com

  5. Vanessa
    Februar 6, 2017 / 22:26

    Super Tipps, die ich alle genau so unterschreiben würde! Und dank dir als Experte war meine Bachelorarbeit ein voller Erfolg 🙂
    Liebe Grüße aus Kiel und viel Erfolg für deine Masterarbeit!

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