10 Tipps zum Geld sparen

Mit der Fastenzeit habe ich mir auch vorgenommen wieder mehr auf meinen Konsum und auf mein Sparverhalten zu achten. Hierfür habe ich mir einen Sparplan mit verschiedenen Stufen überlegt und möchte euch in diesem Post meine 10 Tipps zum Geld sparen mit an die Hand geben. Vielleicht können euch die Tipps inspirieren oder sie helfen euch, das Thema „Geld sparen“ anzugehen.

„Ich habe kaum Erspartes“ – Mein Geständnis

Ich bin fast 30 und trotzdem habe ich kaum Erspartes. Das ist erst mal hart einzugestehen. Gerade wenn man sich mit Anderen in seinem Alter vergleicht, die vielleicht schon Eigentum oder andere Investmentanlagen haben. Ich für meinen Teil habe zwischen 25 und 28 ein Masterstudium privat bezahlt und habe dadurch leider kein zusätzliches Geld ansparen können. Das hat mich zwar in meinem Sparplan zurück geschmissen, aber ich kann auch sagen: Ich habe in mich – in mein Humankapital – investiert. Der Masterabschluss war mir persönlich sehr wichtig und ich bin mir sicher, dass er sich auch beruflich zukünftig auszahlen wird. Das Invest war für mich also, auch wenn es sich nicht direkt auf dem Konto zeigt, durchaus sinnvoll. Jetzt geht’s aber los mit meinen 10 Tipps zum Geld sparen.

10 Tipps zum Geld sparen

10 Tipps zum Geld sparen

1. Das Coffee-To-Go-Prinzip

Ja, es ist so ziemlich das Standardbeispiel in jedem Geld-Spar-Ratgeber, aber auch das effektivste Mittel Geld zu sparen: Spart euch nicht nur den Coffee to go von der Tankstelle oder aus der Cafeteria, sondern auch das Mittagessen in der Kantine oder den überteuerten Schokoriegel am Nachmittag. Ihr könnt ja einfach mal ausrechnen was ihr am Tag für solche Dinge ausgebt. Bei mir wären das ein Kaffee am morgen (1€) + Joghurt oder Brötchen aus der Kantine (~2€), Mittagessen (~4-7€) + Nachmittagskaffee (~1€) und Snack (~1€) – macht circa 9-12€ am Tag! Wenn ich das jetzt so lese wird mir selbst bewusst, wie bescheuert das eigentlich ist. Seit einiger Zeit schon bringe ich mir meinen Kaffee morgens zur Arbeit selber mit und packe am Vorabend mein Frühstück und Mittagessen ein. So spare ich mir den Gang in die Kantine. Wer auf Schoko nicht verzichten kann: Ein 12er Pack Kinderriegel kosten ca 2€ – ein Kinderriegel in der Kantine ca. 0,30 Cent. You do the math!

2. Geld richtig anlegen – Tagesgeldkonto-Rendite und Co.

Ein Thema mit dem ich mich in letzter Zeit immer mehr beschäftige: Geldanlagen und Investments. Hier helfen mir vor allem YouTube-Videos (z.B. von Finanzfluss), Bücher oder auch Vergleichsportale wie Check24. Ich gehe hier jetzt nicht ins Detail, aber es lohnt sich definitiv schon kleinere Sparbeträge auf ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto zu zahlen und die Renditen darauf zu vergleichen. Ich schichte mein Erspartes regelmäßig um und vergleiche die Zinssätze. Zusätzlich informiere ich mich aktuell über Depot-Sparpläne und Aktienanlagen. Hier braucht es natürlich ein bisschen Know-How und ich greife hier auch auf Freunde zurück, die sich damit besser auskennen und mir Tipps an die Hand geben wo es sich lohnt zu investieren. Fragt doch mal rum – vielleicht kann euch ein Freund, Kollege oder eure Eltern helfen.

3. Kleinvieh macht auch Mist

Zugegeben, ich bin hier noch nicht konsequent genug, aber auch kleine Beträge addieren sich. Kramt die alte Spardose wieder raus und fangt an euer Kleingeld zu sparen.

4. Die 52-Wochen-Money Challenge

Zu Beginn des Jahres habe ich mir zusammen mit einer Freundin vorgenommen die 52-Wochen-Money Challenge für 2018 durchzuziehen. Konkret heißt das, dass wir jede Woche den Wert der Kalenderwoche sparen. Also 1€ in KW 1, 2€ in KW 2 … und so weiter. Da mir das wöchentliche Sparen zu anstregend ist, habe ich einfach den gesamten Sparbetrag auf das ganze Jahr ausgerechnet und durch die Monate geteilt. Ich spare jetzt jeden Monat 115€ extra. Dieses Geld überweise ich meiner Mutter, die das Geld für mich beiseite legt. So habe ich keine Chance vor Ende 2018 an meinen Sparbetrag zu kommen und kann mir davon hoffentlich in 2019 einen tollen Urlaub gönnen.

5. Blutspenden gehen

Tue Gutes und verdiene Geld dabei: Dieser Tipp aus Studentenzeiten klappt immer noch – Blut spenden bringt zwischen 15-25 Euro, Blutplasmaspenden sogar bis zu 40 Euro.

6. Vergleichen, vergleichen, vergleichen

Ich bin ein richtiger Junkie geworden und vergleiche so ziemlich alles mit Check24 – egal ob Hundehaftpflicht, Autoversicherung oder Handy-Tarife, bei mir ist nichts sicher vor dem Preisvergleich. Hier spare ich jedes Jahr viel Geld und freue mich zusätzlich über Prämien durch gesammelte Punkte.

Und nein, das hier ist kein gesponserter Beitrag, ich finde die Seite einfach klasse und nutze sie exzessiv 😉 #truestory

7. Humankapital: Investiere in dich selbst

Der nächste ist zwar kein klassischer Spartipp von meinen 10 Tipps zum Geld sparen, aber durchaus ein Investment: Wie oben schon angesprochen, habe ich in den Jahren wo andere ihr erstes Erspartes auf die Seite legen, viel Geld in mein Masterstudium investiert. Auch wenn der Betrag eines neuen Kleinwagens mich zunächst abgeschrocken hat, so bin ich doch froh in meine Bildung investiert zu haben. Es hat mich nicht nur persönlich unheimlich weiter gebracht, sondern ich bin der festen Überzeugung, dass ich mich auch beruflich damit so entwickeln kann, wie ich es mir wünsche. Es ist also auch immer eine clevere Idee in sich selbst und in die Zukunft zu investieren – denn irgendwann wird es sich auszahlen. Versprochen!

8. Sharing is Caring

Teilen macht Spaß und spart Geld – sei es der Netflix-Account, das Ballkleid für die eine Hochzeit im Jahr oder das Lieblingsbuch. Nicht immer muss man alles selbst kaufen – leiht oder teilt mit Freundinnen und Freunden. Spart Geld und macht doppelt Freude.

9. Geld sparen mit Extra-Verdientem

Flohmarkt, Kleiderkreisel, ebay Kleinanzeigen und Co. – es gibt viele Möglichkeiten extra Geld zu verdienen. Ich versuche regelmäßig auszumisten und Sachen zu verkaufen. Das Geld was ich dabei verdiene packe ich anschließend direkt auf mein Sparkonto. So komme ich nicht in Versuchung es auszugeben. Natürlich ist auch ein Mini-Job eine tolle Sache und wer kann, sollte sich auf jeden Fall über die Möglichkeiten informieren. Ich kann aktuell durch das Bloggen etwas Geld hinzuverdienen, habe früher aber auch schon immer nebenbei gejobbt – viele Jahre in einem Sonnenstudio, dann bei RTL als studentische Aushilfe und auch als Babysitterin und Nachhilfelehrerin war ich schon aktiv.

10. Cost per Wear Prinzip 

Trotz meines Sparplans, gibt es auch heute noch Dinge in die ich, obwohl ich sparen will, Geld investiere. Bestes Beispiel ist mein kaputtes MacBook Pro. Leider hat es nun nach 10 Jahren Treue seinen Geist bzw. Arbeitsspeicher aufgegeben und ich muss mich nach einem neuen Laptop umsehen. Auch hier werde ich wieder in ein MacBook investieren, denn es ist für mich das beste Arbeitsmittel und ich bin davon überzeugt, dass der teure Anschaffungspreis gerechtfertigt ist. Es greift das Cost per Wear (CPW) Prinzip, dass man aus der Modewelt kennt: Das bedeutet, dass die die Kosten eines Kleidungsstückes geteilt werden durch die Häufigkeit des Tragens. Dies lässt sich natürlich auch auf Gegenstände übertragen. Wenn ich mir also einen PC für 2.000 Euro kaufe, ihn aber 10 Jahre lang fast täglich nutze, ist der Preis pro Tag nur wenige Cents. Kaufe ich mir aber einen PC für 500 Euro und kann ihn aufgrund der schlechten Qualität nur 2 Jahre lang nutzen, so hat man effektiv mehr Geld für den Nutzen ausgegeben. Klar? Klar!

Das waren meine 10 Tipps zum Geld sparen. Ich hoffe, es waren einige neue Ansätze für euch dabei. Habt ihr eventuell noch Tipps für mich? Ich möchte mich sehr gerne zu dem Thema weiter fortbilden und freue mich auf eure Kommentare dazu!

Übrigens gibt es in diesem Artikel 5 Dinge, die mich ganz ohne Geld glücklich machen.


  1. Emilie

    23 Februar

    Schöner und informativer Artikel. Ich habe damals mein MAster-Studium auch privat ohne finanzielle Unterstützung gezahlt und das ist dann ein fünfstelliger Betrag, der in jungen Jahren irgendwie dann doch fehlt, um mit ihm finanziell Absicherungen zu treffen…
    Danach habe ich aber Lebensversicherung abgeschlossen und schon sei Ewigkeiten einen Bausparvertrag. Das sorgt schonmal für ein gutes Gefühl. Für 2018 habe ich mir vorgenommen, auch das Thema Tagesgeldkonto in Angriff zu nehmen und das Geld, das ich im Monat nicht ausgebe, dort anzusparen.
    Außerdem werde ich wieder mehr mit Bargeld zahlen, um einen besseren Überblick über meine Ausgaben zu haben. Dieses „Mit-Karte-Zahlen“ vermittelt einem nicht das Gefühl für das Geld und was man da mal eben so überweist – Kleinvieh macht auch Mist.

    Liebe Grüße,
    Emilie
    LA MODE ET MOI

    • Rabea

      25 Februar

      Cool – danke für deinen Kommentar, Emilie! Ich finde das klingt klasse und es hilft irgendwie zu wissen, dass es anderen oft ähnlich geht. Liebe Grüße, Rabea

  2. denkfabrik

    24 Februar

    Gute Tipps und tolle Sache! Sich um die eigenen Finanzen zu kümmern ist wichtig. Und wie man bei dir sieht, ist das alles nicht so schwer. Man muss sich nur damit auseinandersetzen.
    Da ich Finanzblogger bin: vielleicht findest du auf meinem Blog auch noch ein paar nützliche Infos 🙂

    Lg
    Johannes

    • Rabea

      25 Februar

      Danke für dein Feedback – gerne schau ich mal bei dir vorbei. Bin gespannt. Liebe Grüße, Rabea

  3. Milli

    26 Februar

    Dein Beitrag ist toll und erinnert mich mal wieder daran, dass Geld sparen echt einfach sein kann – sofern man möchte. Den Kaffe to Go spare ich mir schon lange und auch auf der Arbeit bringe ich mir immer etwas zu essen mit. Schon alleine weil ich keine Lust habe meine halbe Pause in der Kantinenschlange zu verbringen.
    Das Cost per Wear-Prinzip muss ich mir merken, denn so lassen sich größere Investments auf jeden Fall besser verdauen.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  4. Rabea

    26 Februar

    Danke liebe Milli!

  5. Antje

    29 März

    Ich habe zunächst auch „nur“ eine Ausbildung absolviert und dann irgendwann in meine Bildung/mein Studium investiert. Auch wenn es finanziell 4 harte Jahre waren und ich mir damals nicht jedes Jahr einen Urlaub leisten konnte und Freunde um deren Urlaube beneidet habe, zahlt sich diese Investition heute aus und ich bin froh, diesen Weg genommen zu haben. Heute zahle ich den damaligen Studienbeitrag direkt zum Monatsanfang auf ein separates Tagesgeldkonto und konnte mir so in den letzten 2 Jahren langgehegte Urlaubsträume erfüllen.
    Viele Grüße, Antje

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