We use cookies to ensure you get the best experience on our website. By continuing to browse this site, you are agreeing to our use of cookies.

Mein perfektes Instagram-Leben – What Instagram doesn’t tell you

Mein perfektes Instagram-Leben – What Instagram doesn’t tell you

Ich hoffe, hoffe, hoffe, dass ich nicht die Einzige bin, die so bescheuert ist. Heute erzähle ich euch etwas über meine Hass-Liebe zu Instagram. Instagram ist klasse. Nein, wirklich. Ich liebe es kleine Alltäglichkeiten mit anderen zu teilen und mir im Gegenzug Inspiration bei anderen Accounts zu holen. Man ist irgendwie so viel „näher dran“ am Leben. Ein Blogpost ist gut vorbereitet, die Bilder und Worte weise gewählt. Bei Instagram berichte ich darüber was mich in diesem Moment bewegt. Das heißt aber nicht, dass die Bilder weniger gut vorbereitet sind, denn ich bin ein Ästhetikfreak. Mein Instagram-Account das bin ich. Oder zumindest die besten Seiten an mir. Es ist ein Aufruf, mit dem ich zeige: „Schaut her, ich habe mein Leben im Griff!“ Ich bin eine intellektuelle, junge Frau. Ich lege wert auf frische Blumen, lese Bücher, mache Sport und jette von einer Metropole zur nächsten.Denn sind wir mal ehrlich – wer will schon sehen wie ich abends im Schlafanzug, ungeschminkt mit Dutt und einer Tüte Nachos mit Käsesauce (#healthyfood) auf dem Schoß Bauer sucht Frau eine Ballettaufführung auf ARTE gucke. Ich denke mir, dass erspare ich euch lieber und zeige euch die schönen Seiten des Lebens. Zum Beispiel Blumen (Peonies!) oder Kaffee (den ich wirklich oft trinke) oder ein Outfit-Bild (glaubt mir, es gibt Tage, da trage ich UGGs und davon mache ich sicher kein Foto).Welche Gedanken ich mir bei meinen Instagram-Bildern noch so mache, warum mein Kaffee morgens meist kalt ist und was ein Schwarz/Weiß-Filter so alles retten kann, will ich euch heute erzählen: What Instagram doesn’t tell you! Ich warne euch vor, mein Instagram-Leben ist eine Lüge. Zumindest manchmal.

 4
Was Instagram denkt, was ich tue:
Guten Morgen, Welt! *hier Vogelgezwitscher einsetzen* Ich
wache ausgeruht auf und sehe mir den Sonnenaufgang im Bett mit einer Tasse
Kaffee an. Dann starte ich mit rosigen Wangen in den Tag und trällere ein
Liedchen …
Was wirklich passiert ist:
Ich bin müde und will lieber im Bett liegen bleiben. Wenigstens ein Instagram-Foto muss sein. Ich frage meinen Freund, ob er mir Kaffee ans Bett bringt und er tut es. Ich suche nach dem passenden Winkel, der besten Ausrichtung,
dem stimmigsten Filter, der schönsten Schrift. Jetzt ist mein Kaffee kalt und
ich zu spät dran. Ich springe aus dem Bett und simse meinem Freund „Sorry, bin spät dran. Keine Zeit die Betten zu machen.“
2
Was Instagram denkt, was ich tue:
Wow sie zeigt sich direkt nach dem Aufstehen und ist damit
so authentisch und überhaupt nicht eitel.
Was wirklich passiert ist:
Geständnis: Ich bin ohne mich abzuschminken ins Bett gegangen.
Schlecht für die Haut, aber meine Mascara hat bis zum Morgen gehalten. Ergo der einzige Grund warum ich mich getraut habe euch mein #nomakeup-Gesicht zu zeigen. Schnell noch nen Schwarz/Weiß-Filter draufgeklatscht und voilá: gar nicht mehr so schrecklich.
1
Was Instagram denkt, was ich tue:
Das arrangierte Foto ist wohl der IG-Klassiker. Ich lese ganz casual in meiner Modebibel, umgeben von
Klunkern und sattem Grün, weil es sich so einfach viel besser lebt.
Was wirklich passiert ist:
Die Harpars Bazaar habe ich mir nur fürs Foto gekauft. Habe
ehrlich gesagt noch keinen Blick reingeworfen, aber das Cover war irgendwie
schön – 6€ gut angelegt. Die Ringe habe ich nach dem Bild auch wieder abgenommen. Lässt sich nämlich nicht gut mit tippen, wenn man 8 Stunden am PC sitzt.
927353_748743805219209_1868072493_n
Was Instagram denkt, was ich tue:
So gemütlich und stylisch!
Was wirklich passiert ist:
Meine Mutter musste auf einen Stuhl steigen um dieses Bild zu machen. Und sie musste das Bild mehrmals machen, denn entweder war ein Fuß abgeschnitten, oder mein Hinterkopf zu sehen. Übrigens war diese Sitzhaltung alles andere als bequem und die Nägel habe ich mir extra für dieses Bild lackiert. Oh the things you do for instagram. Danke, Mama!
9
Was Instagram denkt, was ich tue:
Toller Bildausschnitt, der Schal kommt gut zur Geltung – so unkompliziert!
Was wirklich passiert ist:
Die Wahrheit: Eigentlich wollte ich ein Selfie machen. Da ich aber die weltschlechteste Selfie-Fotografin bin und meine Handykamera mich nach 37 Versuchen wahnsinnig gemacht hat, habe ich den Kopf einfach abgeschnitten. Hoch lebe das Zuschneidungstool.
81
Was Instagram denkt, was ich tue:
Blogger-Leben halt – frische Blumen habe ich immer zu Hause und Konfetti macht alles viel bunter und jetzt lese ich die Blogger Bibel, lasse mich inspirieren und plane die Blogger-Weltherrschaft an mich zu reißen, während ich an einem fettfreien Latte Macchiato nippe.
Was wirklich passiert ist:
Für dieses Foto musste ich den Fernseher verschieben, damit ich den weißen Untergrund nutzen konnte. Den Glitzer fand ich Tage später noch unter der TV-Kommode wieder. Aber schön sieht’s halt aus. Obwohl ich den Inhalt der Blogger Bible eher für fraglich halte, was die Notwendigkeit angeht. Bleibt zu sagen: Du musst dir schon selbst Konfetti in dein Leben pusten.
Also, wie ihr merkt, ich bin nicht ganz normal. Aber das ist okay. Ich mag mich und steh zu meinen kleinen Macken, und so lange sie ein bisschen Inspiration in den Alltag bringen, mache ich gerne so weiter. Ich hoffe, ihr seid nach diesem Post nicht allzu schockiert und vielleicht habt ihr ja auch ein geheimes Instagram-Leben? Erzählt mir davon, ich bin so gespannt!

Related Stories

22 Comments

  • 3 Jahren ago

    Haha, absolut wahr und ich glaube jeder der schöne Insta-Bilder macht kennt diese Szenarien 😉
    xx

  • 3 Jahren ago

    ein herrlich offener und ehrlicher Post! 😀
    Wenn man sich durch Instagram klickt, wirkt es wirklich oft so als hätten alle ein so perfektes Leben. Dabei ist es wirklich Arbeit solche Fotos zu schießen.

    liebste Grüße
    Vanessa

  • 3 Jahren ago

    Hahha, das mit den Inszenierten Instagrambildern hat mich echt zum Schmunzeln gebracht :-))

    http://www.thefashionfraction.com

  • 3 Jahren ago

    So gut geschrieben:) kenne es nur zu gut das das Essen kalt wird nach dem 36ten Versuch ein perfektes Bild zu schießen!

  • dezemberliebe
    3 Jahren ago

    Hi hi, ja genauso ist es. Wiedermal genau auf den Punkt gebracht.

  • 3 Jahren ago

    haha witzig! genau so ist es 🙂

    xx Michaela
    von http://www.elastyle.at

  • 3 Jahren ago

    Oh mein Gott, ich musste eben so hart Lachen! Ich finde Instagram auch toll und liebe diese wundervollen schön arrangierten Bildchen, die pinke Welt und alles ist chai vorspiegeln – aber ich finde es genauso cool mal dahinter zu blicken! Großes Lob!

    Liebste Grüße,
    Rina von Adeline und Gustav

    • 3 Jahren ago

      Haha Danke!! Ja manchmal muss man auch zu sich selbst ehrlich sein 😀 xx

  • 3 Jahren ago

    Wunderwundervollder Post! Musste gerade echt herzlich lachen. Ein bisschen verrückt sind wir doch alle!

    Liebst,

    Anna von http://littlefashionfox.blogspot.de

  • 3 Jahren ago

    Haha – den Post finde ich klasse. Und genauso ist es 😀 Alles schön drappiert und noch mal extra das komplette Zimmer verschoben um das perfekte Foto zu bekommen! ;D
    Hoffe wir sehen uns heute Abend!

    Liebste Grüße,
    Brini
    http://brinisfashionbook.com/

    • 3 Jahren ago

      Danke – ja ich würde mich total freuen wenn ihr kommen würdet! 🙂

  • 3 Jahren ago

    Wahr wahr wahr.
    Mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Was für eine traurige Welt das eigentlich ist 😀 Als ob wir keine anderen Sorgen hätten…
    http://www.lovelysuitcase.de

  • 3 Jahren ago

    Aaaach ich liebe diesen Post!! Und wer kennt das nicht, dass man sich gewisse Dinge (wie eben eine Zeitschrift oder einen Starbucks Coffee to go) nur für ein Instagram Bild kauft!! Herrlich 😀
    Und noch was anderes, wie ist diese Blogger Bible, bist du nicht so überzeugt davon? Ich überlege auch schon ganz lang, sie mir zu kaufen aber bin mir eben nicht sicher, ob sich die 30€ dafür lohnen…
    Liebst, Carina
    http://www.golden-avenue.blogspot.com

  • 3 Jahren ago

    DANKE! Für diesen wunderbar ehrlichen Artikel! Ich habe ihn mit Freude gelesen, gelacht und kann es vollkommen nachvollziehen 🙂 Direkt kamen mir so einige Momente in Erinnerung, wo ich dachte, was zur Hölle hast Du schon verrücktes für ein gutes Bild getan! Diese permanente Obsession, noch besser zu werden, mehr Likes und Follower zu bekommen und das sich ständig mit anderen vergleichen, kann einen ganz schön beschäftigen.

    Auch wenn ich persönlich gerade erst am Anfang stehe, erwische ich mich oft dabei, wie ich stundenlang durch Instagram Channel klicke und denke: Wow, die ist so perfekt und meine Bilder sind schrott. Da könnte ich heulen…

    Es gilt aber wie für alles im Leben, man darf nicht alles so ernst nehmen, denn es ist und bleibt eine Fassade, wo jeder nur seine Schokoladenseite zeigt. 😉

    Liebste Grüße einer Anfänger Bloggerin,
    Sara von missesviolet

  • 3 Jahren ago

    Finde ich toll, dass jemand so etwas über Instagram schreibt. Wir alle wissen ja eigentlich, dass Instagram fast nur noch inszeniert ist, aber jeder tut so, als wäre es genau so wie abgebildet. Deshalb freut es mich immer, wenn ein paar Blogger, dann mal Aufklärungsarbeit betreiben und sowas lese ich echt gerne 🙂
    Liebe Grüße, Anja

    http://www.modewahnsinn.de

    • 3 Jahren ago

      Danke, Anja! 🙂 Ich liebe selbst auch ästhetische Bilder und mache diesen "Wahnsinn" auch gerne mit – mir macht das viel Spaß. Aber ich finde auch, dass man das Ganz ruhig "locker" sehen kann und auch mal die Wahrheit aussprechen kann – freut mich sehr das es dir genauso geht! 🙂 Liebe Grüße!

  • Gwendolyn
    2 Jahren ago

    Dass die meisten Fotos auf Instagram gestellt sind ist mir schon klar gewesen, aber so wie du das beschreibst könnte das fast ich sein.
    Es ist auf jeden Fall sehr mutig von dir uns mal zu sagen was wirklich hinter den Bildern steckt, respekt!
    Deine Beschreibung kam sehr sympathisch und authentisch rüber…

  • […] Ich bin süchtig danach und habe definitiv einen an der Klatsche, wenn es nach meinem Freund geht. Der muss nämlich immer darunter leiden, wenn ich mal wieder […]

  • 1 Jahr ago

    Ich habe herzhaft gelacht. Super Post! Anti-Glam tut auch mal gut!

Leave a Comment

Leave A Comment Your email address will not be published

Editor Picks

The Denim Jacket

Die Tage werden kürzer und vor allem kälter. Bevor ich aber meine warmen Winterjacken aus dem Schrank krame, möchte ich euch noch ein letztes Outfit mit meiner Jeansjacke zeigen, die ich in den letzten Wochen viel getragen habe.

Read More
Hints of Fall

Auch wenn für viele der September noch zum Sommer gehört, so ist er für mich immer der erste Vorbote des Herbstes und ich freue mich jetzt schon auf den ersten Pumpkin Spice Latte in diesem Jahr. 

Read More
Stripes forever

Das letzte Wochenende war wirklich schön: Ich habe mit den besten Menschen beim Panama Open Air-Festival in Bonn getanzt, Quality-Time mit meiner Freundin Brini verbracht, einen guten Freund, seine Frau und ihr Baby besucht UND ich konnte endlich mal wieder mit Mathias shooten!

Read More
Flared

Als wir gestern diese Fotos geschossen haben, sagte ich zu Mathias: „Warum trage ich diese Hose eigentlich nicht öfter?“

Read More
Gucci Padlock

Nachdem an Weihnachten dieses schöne Ding bei mir eingezogen ist, gab es eigentlich kaum ein Outfit zu dem ich die Gucci Padlock eigentlich nicht getragen habe.

Read More