VIENNA CALLING!

VIENNA CALLING!

Zurück in Deutschland möchte ich euch natürlich von unserem Kurztrip nach Wien am letzten Oktoberwochenende berichten. Ich warne euch vor, dass hier wird ein etwas längerer Beitrag, aber er lohnt sich, denn ich sage euch, wo ihr in Wien besser nicht frühstücken solltet, wo man hingegen sehr gut frühstücken kann, und warum ihr Popcorn in Österreich meiden solltet. Also schnappt euch eine Tasse Kaffee oder um in Stimmung zu kommen einen „Wiener Melange“ und auf gehts!
Alles begann Weihnachten 2013, als mein Freund mich mit Konzertkarten für Helene Fischer überraschte, denn wir sind wohl mit Abstand die größten Helene Fans – was bei meinen Freunden allgemein eher Unverständnis erzeugt. Tz, ich weiß gar nicht warum 😉 Ich bekenne mich also als glühender Schlager-Fan und als Anhänger der unangefochtenen Schlagerqueen Helene Fischer … Aber, ich schweife ab. Verbunden war das Konzert mit einem Städtetrip nach Wien, eine meiner Lieblingsstädte. Ich war bereits zwei Mal dort und bin unheimlich verliebt in den Wiener Flair. Zugegeben – ich bin nicht die beste Reisebloggerin, aber ich hoffe, ihr habt trotzdem etwas Freude an diesem Beitrag.
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Anhand der tollen Tipps des Travel-Guides von The Daily Dose, starteten wir nach unserem sehr frühen Flug erst einmal mit einem leckeren Frühstück im The Guesthouse Vienna – Die gedämpfte Musik, der duftende Kaffee und die butterweichen Eggs Benedict waren einfach ein Gedicht. Dazu gab es frischen Grapefruitsaft – Hmm so könnte ich jeden Morgen frühstücken!
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Nach ein bisschen Shopping und Sightseeing, unter anderem am Stephansdom, ging es zum Umziehen ins Hotel, denn abends wollten wir dem Motto am Fluss einen Besuch abstatten, ein wirklich tolles Restaurant mitten im Donaukanal. Das Essen war großartig und die Atmosphäre bei Nacht mit Blick auf die beleuchtete Stadt einmalig!
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Das schlechteste Hotelfrühstück ever. Like ever ever.
Hätte ich gewusst, welches Frühstück uns in unserem Hotel erwartet, hätte ich am Abend zuvor wohl noch ein Stück Brot mehr gegessen, denn in unserem 4 Sterne Hotel (!!) gab es am nächsten Morgen um 9 Uhr (Frühstück gibt es bis 11 Uhr) keinen Kaffee! Ja, ich weiß. Das musste ich auch erst mal sacken lassen. Aber der Wille war da: Es gab zwei Vollautomaten für allerlei Kaffeespezialitäten. Blöd nur, dass an beiden ein „Out of Order“ Zettel klebte. Es gab dann eine Art Pad-Automaten für Espresso der in qualvollen 3 Minuten eine Pfütze kläglichen Espresso ausspuckte, der weder gut, noch richtig heiß war. ‚Nunja, trink‘ ich halt Tee‘, war mein Gedanke und goss mir Wasser ein. Ich kenne ja die Gewohnheiten der Österreicher nicht, aber für mich muss Teewasser heiß sein. Meins war kalt. Ich meine kalt. Nicht so ein bisschen lauwarm, trinkbar, nein kalt! Gut, der letzte Versuch: O-Saft. Ich bin bei so großen O-Saft Spendern ja immer skeptisch, und fühle mich wie in der Kantine. Da wäre ich am liebsten auch hin geflohen, als ich den ersten Schluck Zuckerwasser mit Farbe runter gezwungen hatte. Ein Reinfall. Gut, begnügte ich mich also mit dem letzten Aufbackbrötchen, ein bisschen Butter und einer Scheibe undefinierbarer Wurst. Auch gut. Achso, wer sich jetzt fragt warum ich das gegessen habe, nun sagen wir es mal so: Rührei leer, gekochte Eier so knüppelhart, dass man damit leicht einen Nagel hätte in die Wand schlagen können, Croissants leer, Naturjoghut leer, Obstsalat leer, Kuchen (was macht der eigentlich bei einem Frühstücksbuffet? Naja egal, weil …) leer! Am Buffett sammelten sich übrigens mittlerweile die anderen Hotelgäste und klagten sich gegenseitig ihr Leid. Ich lud spontan einen sehr netten älteren Herrn zu mir nach Hause ein – dort gibt es nämlich eine Nespresso Maschine 🙂
Mit einer ziemlichen Wut im Bauch fragte ich den Hotelangestellten ob dieses Frühstück eigentlich ernst gemeint sei. Ich bin echt nicht anspruchsvoll und habe schon in spanisches Hotels mit einem Stern gewohnt, aber das Frühstück war dort trotzdem besser. Das Ende vom Lied – wir flüchteten zum nächsten Bäcker (Joseph) und ich genoss einen köstlichen Melange mit Zimt + ein verboten gutes Schokoladentörtchen. Ende gut, alles gut.

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Den Samstag verbrachten wir mit bummeln: Wir spazierten den Gürtel entlang und erfreuten uns am kühlen Herbstwind, der uns um die Nase blies. Ich konnte mit meinen Fremdsprache-Kenntnissen glänzen und erklärte meinem Freund stolz, dass eine Fiaker eine Kutsche ist, und wir wunderten uns über die österreichische Gepflogenheit alle direkt zu dutzen, was wir sehr angenehm und gastfreundlich fanden.

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Atemlos durch Wien
Unser Highlight, und der eigentliche Grund für unseren Wien-Trip war natürlich das Helene Fischer-Konzert 🙂 Da könnt ihr jetzt in den Kommentaren ablästern wie ihr wollt: Helene ist nun mal die Größte. Punkt. Ganz stilvoll mit zwei Flaschen Billigwein von Lidl ging es los in Richtung Wiener Stadthalle, wo ich mich eigentlich auf eine Tüte Popcorn freute. Tja eigentlich, denn der freundliche Popcorn-Verkäufer erkannte schon von weitem „die Deutschen“ und klärte uns erst einmal auf, dass es in Österreich nur salziges Popcorn gibt *insert Drama here*. Ja, da war ich geschockt. Ich mag zwar salziges Popcorn, aber ein süßes ist mir deutlich lieber. Da war ich schon etwas enttäuscht. Ganz und gar nicht enttäuschend war hingegen das Konzert. Helene kam, sah und … sang! Und wie. Ihre Stimme klingt live genau wie von der Platte, die Halle bebte und wir waren glückselig, tanzten auf unseren Plätzen und sangen natürlich jede Strophe mit. Auch wenn ihr keine Schlagerfans seid – bei dieser Show kommt ihr echt auf eure Kosten!

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Am nächsten Tag hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen von der österreichischen Herzlichkeit. Bye-bye Wien, wir kommen sicher bald wieder!
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P.S.: Wenn ihr übrigens einen Tipp für ein schönes und preiswertes Hotel haben wollt, empfehle ich euch das „Mercure“-Hotel am Westbahnhof. Dort habe ich mit ein paar Freundinnen vor einigen Jahren übernachtet. Man ist in wenigen Minuten mit der Bahn in der Innenstadt und die Zimmer waren sehr sauber und das Frühstück unheimlich lecker!

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7 Comments

  • Anonym
    3 Jahren ago

    Rabea – du stellst nicht wirklich die Existenz von Kuchen am Frühstücksbuffet in Frage, oder?! Ich bin schockiert! *genießt derweil ihr Frühstück – frischer Marmorkuchen und eine große Tasse Kaffee*
    Die Bilder sind übrigens traumhaft (aber nicht alle mit dem 50er, oder?) – jetzt will ich direkt wegfahren!

    Allerliebste Grüße,
    Steffi

  • 3 Jahren ago

    Ein guter und ehrlicher Beitrag über Wien 🙂 da möchte ich auch mal ein Wochenendtrip hin machen,- aber nicht in das Hotel wo du warst :p schöne Bilder:)

  • 3 Jahren ago

    Klingt ja super und die Bilder sind echt toll! 🙂
    In Wien war ich noch nie! 🙂

  • 3 Jahren ago

    Von einen 4 Sterne Hotel würde ich auch mehr erwarten. Ich fahre in zwei Wochen auch nach Wien, hab aber ein Low Budget Hotel und erwarte da auch nicht viel beim Frühstück. Mal sehen wie es wird. Für mich ist bei einem Städtetrip das Hotel eher egal, da ich es nur zum schlafen nutze. Bin ja von 10 bis 23 unterwegs.

    ♥♥♥
    lg,
    Majka von
    MajkasWelt

  • 3 Jahren ago

    Seeehr schöne Bilder und ein toller Text. Dass ihr mit eurem Hotel(Frühstück) so Pech hattet, tut mir als Österreicherin direkt etwas leid! Sowas geht einfach gar nicht, denn ich lieeebe frühstücken und würde mich mindestens genauso darüber ärgern wie du. Aber schön, dass es euch sonst so bei uns in Wien gefallen hat 🙂
    Liebst, Carina
    http://www.golden-avenue.blogspot.com
    PS: Ich versteh es absolut, dass ihr Helene Fischer liebt. Diese Frau ist einfach DER Wahnsinn!!

  • dezemberliebe
    3 Jahren ago

    Super schöne Bilder von Wien. Ich war damals auch begeistert von dem Wiener Flair. Ohje und so ein schlechtes Frühstück….äh kann man es überhaupt so bezeichnen. Naja ihr hattet ja eine tolle Alternative gefunden. Liebe Grüße

  • Karina
    3 Jahren ago

    Hey 🙂 ich möchte auch sooo gerne mal nach Wieeen. Ich mag es, wenn deine Beiträge so lang sind :))

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