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[Gastbeitrag] „Ich bin dann mal weg“ – 40 Tage ohne Facebook

[Gastbeitrag] „Ich bin dann mal weg“ – 40 Tage ohne Facebook

Heute gibt es einen ganz besonderen Artikel von meiner lieben Freundin Verena. Sie hat sich die Fastenzeit als Anlass genommen mal 6 Wochen auf Facebook zu verzichten. Ich finde das unheimlich spannend und habe sie gebeten doch darüber mal zu berichten und ihr Artikel ist so inspirierend, dass ihr ihn unbedingt auch lesen müsst. Also viel Spaß bei Verenas Gastbeitrag zum Thema Fasten!

 

So, heute
sind schon 3 Wochen der Fastenzeit geschafft. Halbzeit. Puh. Verzichtet
ihr auf etwas Bestimmtes? Also, ich habe mir dieses Jahr selber eine
Facebook-Auszeit auferlegt und sie auch bis jetzt durchgehalten. Dieses ganze
Durch-den-Newsfeed-Scrollen hat mich einfach zu sehr genervt und ich war
teilweise alle paar Minuten auf der Seite, nur für den Fall, dass ich sonst etwas verpassen könnte. Oder um mich vom konzentrierten Lernen abzulenken.
Natürlich hat man NIE was verpasst und eigentlich war ich nur jedes Mal
enttäuscht darüber, wie langweilig, uninteressant und eintönig die ganzen Posts
dort immer wieder waren. So habe ich mir also an Aschermittwoch überlegt, dass
es doch mal ganz schön wäre, sich einfach selbst den Zugang zum Social Network
zu verbieten und 6 Wochen lang gar nicht hineinzuschauen und zu sehen was passiert.
Die
ersten Tage ohne FB waren zugegebenermaßen tatsächlich komisch. Auf einmal
fragte ich mich, was ich machen sollte, als ich merkte, dass ich nicht mehr
meiner „Sucht“ nachgehen konnte. Bald fanden sich aber Pinterest und verschiedene
Blogs als Ersatzdrogen, sodass das Problem nicht mehr bestand. Dann merkte ich
auf einmal, dass ich ohne Urlaubsguru, Promiflash, Tagesschau und Spiegel im
Newsfeed gar keine Nachrichten, kein Stargeflüster und auch keine
Urlaubsschnäppchen mehr verfolgen konnte. So habe ich mir erst einmal die
einzelnen Homepages als Lesezeichen im Browser oder auch als Apps im Handy
eingerichtet. Ich gehe jetzt einfach von mir aus ab und zu auf tagesschau.de
oder auf zeit.de, um ein bisschen was vom Tagesgeschehen mitzubekommen, anstatt
mir diese Sachen von FB vorkauen zu lassen. Hat was!
Als ich
eine Woche nicht mehr online war, hat Facebook angefangen, mir täglich E-Mails
zu schicken. „Hallo
Verena, hier einige Ereignisse, die du verpasst hast: 
1
Freundschaftsanfrage, 1 Nachricht, 16 Benachrichtigungen
“, lautete z. B. die
heutige Mail. Die Benachrichtigungen sind wahrscheinlich sowieso nur
irgendwelche Spiele-Einladungen und die Freundschaftsanfrage muss halt noch bis
Ostern warten. Einzig bei der Nachricht überlege ich momentan, ob ich eine
meiner Freundinnen mal kurz beauftragen soll, nachzuschauen, ob es etwas
Wichtiges, Persönliches oder gar berufliches sein könnte…? Eigentlich hätte
ich diese Benachrichtigungen per Mail vorher noch komplett ausschalten sollen,
dann würde ich mich auch gedanklich nicht mehr damit befassen.
Aber in
der Fastenzeit soll man ja auch ein bisschen leiden und das Produkt, auf das
man verzichtet, vermissen und hinterher wieder wertschätzen lernen. Von
vermissen ist bei mir eigentlich gar keine Rede mehr, trotzdem wertschätze ich
diese Seite, weil sie viele Dinge so leicht macht. Einladungen zu Partys und
Veranstaltungen, Gruppenkonversationen, Lerngruppen für die Uni, ab und zu
erfahren wo welche Freunde gerade was machen, das alles hat schon eindeutig
Vorteile. Auch mein Fitnessstudio gibt kurzfristige Kurs- oder
Öffnungszeitenänderungen immer auf FB bekannt. So stand ich letzten Samstag zum
Beispiel vor verschlossener Tür, weil ich nicht mitbekommen hatte, dass die
renovieren…
Ich hoffe
einfach, dass sich nach der Fastenzeit etwas in meinem Kopf verändert hat und
ich weniger Zeit auf dieser Seite verbringe, sozusagen einen „normalen,
gesunden Umgang“ durchhalte, die wichtigsten Sachen checke, den Rest ignoriere
und beispielsweise nur 10-15 Minuten pro Tag dort auf- und abscrolle. Insgesamt
kann ich es nur empfehlen, sich bewusst mal den Zugang zu solchen Seiten zu
verbieten, weil man sich den übermäßigen Konsum dadurch tatsächlich abgewöhnt
und mal wieder ein Buch zur Hand nimmt, die Freunde anruft, von denen man
wissen möchte, wie es ihnen geht, oder eben bewusst auf den Seiten im Netz
surft, die einen tatsächlich interessieren. Und mal ehrlich: Eigentlich braucht
man für so eine Veränderung kein Datum. Mit Aschermittwoch war es zwar
leichter, aber wenn man wirklich etwas ändern will, kann man auch einfach
morgen damit anfangen! Wie schon Aristoteles sagte: Man ist nie zu alt, um ein
neues Ziel zu setzen oder um einen neuen Traum zu träumen.

 

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